DWT-Entwicklungen in der Familie 01

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Ich, Michael, weiß nicht wer ich bin und weiß nicht wo ich hin will. Ich bin zu dem Schluss gekommen, ein intensiver DWT zu sein. Meine Intensität Damenkleidung zu tragen beruht nicht nur auf Erregung, wenn ich diese weichen, geschmeidigen Stoffe und Materialien trage, nein, ich empfinde ein viel tieferes Gefühl, eine absolute Zufriedenheit. Nach verschiedenen Enttäuschungen wurde mir auch klar, diese Sehnsucht Damenwäsche zu tragen sich nie dauerhaft unterdrücken lassen würde. Wenn ich eine neue weibliche Bekanntschaft gemacht hatte, die ich auch unter Langfristaspekten begehrenswert fand, dauerte es maximal zwei Monate bis ich –heimlich- wieder zur Wäsche griff. Es war dann immer eine Befreiung und mein Wille mich zu outen war sehr stark. Es endete wie immer, nur die Wortwahl fiel unterschiedlich aus. Aber der Grundtenor war immer gleich: perverses Schwein, mit so etwas will ich nichts zu tun haben. Also war ich wieder solo.

Jetzt, so um die 40 Jahre alt, resümierte ich mein Leben. Wie war ich überhaupt dorthin gekommen wo ich jetzt stehe. Denn ich hatte keine Schwestern oder Cousinen die mit mir „Verkleiden” spielten. Eigeninitiative in Richtung des Kleiderschrankes meine Mutter gab es auch nicht.

Der berühmte Zufall brachte mich auf den Weg. Nach Abitur und Beginn eines Studiums mit Endziel „Architektur” wollte ich das Studium mal für etwas ein Jahr unterbrechen, um mir die Welt anzusehen. Denn nach Abschluss des Studiums wäre das wohl nicht mehr möglich (macht sich nicht gut bei Bewerbungen). Meine finanzielle Ausstattung war auch nicht gerade üppig, so dass ich nach günstigen Transportmöglichkeiten suchte. Als Reiseziel hatte ich Mittelamerika, zuerst Mexiko, geplant. Ich kam auf die Idee, Reedereien anzusprechen um nach dem alten Seglerspruch „Hand gegen Koje” günstig über den Teich zu kommen.

Ich mailte verschiedene Reedereien an. Ich war völlig platt, dass ich von einer Reederei unvermittelt angerufen wurde: Wenn ich übermorgen den Dienst antreten könnte, bekäme ich einen Job auf einem Frachtschiff, 190m Länge, 32m Breite, Zielhafen Veracruz. Es seien im Küchenbereich kurzfristig zwei Personen ausgefallen. Nein, nein, kochen müsste ich nicht, sondern lediglich der Mannschaft das Essen servieren und in der Küche mithelfen. Eine weibliche Person hätten sie schon gefunden, und ich würde das Team ergänzen. Die Reederei schien wohl unter Zeitdruck zu stehen, denn sie erläuterten auch noch, dass ich eine kleine Heuer für die Tätigkeit bekäme. Ich war völlig aus dem Häuschen, kostenlose Überfahrt und dann noch ein bisschen Geld. Wieviel war mir egal. Ich hatte noch nie so schnell notwendige Angelegenheiten geregelt und dann meinen Rucksack/Seesack gepackt. Ich wählte sehr sorgfältig, denn den ganzen Kram musste ich in Mexiko ja schleppen auf meinen Touren.

Von der Überfahrt ist nichts Besonderes zu berichten. Es hat sogar Spaß gemacht, obwohl Küchendienst nicht gerade mein Hobby ist.

Von Veracruz aus bereiste ich dann per Anhalter oder Bus und Bahn verschiedene Regionen des Landes. So nebenbei: Mexiko ist kulturell schon der Hammer, angefangen von den Küstenregionen bis zu den beeindruckenden Tempelanlagen. Dann verschlug es mich zu nachfolgendem Ort, der mein Leben neu ausrichtete.

Juchitán de Zaragoza ist eine kleine Stadt im mexikanischen Bundesstaat Oaxaca und liegt nur wenige Kilometer von der pazifischen Küste im Südosten des Landes. Juchitán ist berühmt für Männer, die sich als Frauen verstehen und geben, sind dort hoch angesehen und gelten als besonders fleißig. Sie tun die Frauenarbeit und das besonders gut, um sich dadurch als das Geschlecht zu etablieren, das sie sind, jenes dritte: die Muxes (das dritte Geschlecht). Anders als im restlichen Mexiko ist in Juchitán die Männerliebe sehr verbreitet und akzeptiert. Männer kleiden sich wie Frauen, legen Make-up auf, maniküren sich die Fingernägel, verrichten Frauenarbeiten, und niemand nimmt daran Anstoß. Im Gegenteil: Ein homosexueller Sohn ist ein Segen, hilft er doch bei der Hausarbeit und wird nie das Haus verlassen.

In meiner jugendlichen Unerfahrenheit war ich über diese kleine Stadt fassungslos erstaunt. Aber es faszinierte mich gleich. Ich fand eine günstige Privatunterkunft mit eben solchen Verhältnissen. Mutter Maria, Vater, zwei Söhne und eine „Muxe” namens Felicitas. Ich gebe zu, ich konnte mich nicht sattsehen an Felicitas. Er/sie sah wirklich gut aus im Gegensatz zu vielen andren Muxes die doch häufig recht ‚rustikal’ wirkten. Besonders, wenn diese sich auch noch geschminkt hatten. Beim Schminken übertrieben es die meisten und wirkten dann doch recht auffällig. Aber das war halt so in dieser Stadt.

Die Mutter von Felicitas bemerkte meine Faszination hinsichtlich der Person Felicitas. esenler escort Nach ein paar Tagen kam sie lächelnd auf mich zu –sprachlich kamen wir ‚irgendwie zurecht’- und fragte mich, ob ich denn auch eine Muxe seien wollte. Es war wie ein psychischer Tiefschlag. Sie hatte in meine mir unbekannte Seele geschaut und erkannt, dass ich eigentlich eine Muxe war, die weiblich angezogen und so leben wollte. Ich wollte das sofort, und ich wollte hier ein paar Wochen bleiben um dies auszuleben. Maria machte nicht viel Federlesen. Sie zog mich einfach nackt aus wie ein kleines Kind und zog mich wieder an — als Muxe. Nun muss ich sagen, in Juchitán war die Kleiderordnung keine europäische, also nichts mit Strapsen und Spitzenschlüpfern. Früher trugen alle Frauen dort, ich sage mal ‚Liebestöter’ unterschiedlicher Art. Aber die Neuzeit hatte auch in diese Stadt Polyamid bzw. Polyester-Wäsche gebracht. Bevorzugt wurden intensive, ja kreischende Farben, rot, rosa, blau grün schwarz, alles war dabei. Maria zog mir einen knallroten Polyamid Schlüpfer an und einen BH. Dabei kicherte sie die ganze Zeit vor sich hin. Dann gab sie mir einen weiten Rock, der bis zu den Waden reichte, und ein Oberteil welches auch sehr geräumig war. Dann bemalte sie mich mit einem roten Lippenstift. Ich schaute in einen Spiegel und kam zu der Erkenntnis, eine Bordsteinschwalbe wäre bestimmt neidisch ob meiner grellen Erscheinung.

Aber ich glaubte es irgendwie selber nicht. Ich fühlte mich sauwohl. Nein nicht wie eine Frau, sondern als Muxe. Ich würde jetzt etwa zwei Monate so leben mit allen Pflichten als Frau. Ich hatte mein männliches Sinnbild in meinem Rucksack verstaut. Felicitas war von mir ganz angetan und hat mich spontan geküsst, auf den Mund, mit Zunge. Ich habe mich nicht gewehrt. Es war wunderschön. Es hatte nicht viel gefehlt und ich hätte mit Felicitas geschlafen. Maria hätte das gut gefunden. Noch rechtzeitig erwachte ich aus meinem Trancezustand. Nein, nein, mit einem Mann wollte ich nun doch nicht schlafen, aber wenn vielleicht eine Bio-Frau käme und an mir Gefallen fände, ich würde mich ihr hingeben, sie könnte über mich bestimmen. In den zwei Monaten als Muxe musste ich mich allerdings einige Male deutlich zur Wehr setzen gegenüber Kerlen aus dem Dorf, die gerne mal mit einer „Gringo-Muxe” geschlafen hätten.

In meiner Zeit als Muxe bekam ich unbewusst eine Gehirnwäsche. Nicht von der Familie in der ich lebte, sondern von mir selbst. Ich erfüllte alle Pflichten hinsichtlich der Hausarbeit, kochen putzen, Wäsche waschen. Und — ich ließ mich von allen anfassen. Dass ich nicht mit Männern schlafen wollte, hatten sie akzeptiert, aber sie wollten mich anfassen, oder auch sich anfassen lassen. So nach einem Monat war ich so ‚umgedreht’, dass mir das sogar gefiel. Außer Geschlechtsverkehr habe ich jegliche Zuneigung empfangen und zurückgegeben. Sogar küssen habe ich mich lassen. Ich war als Muxe in einer anderen Welt, in der Welt der Frauen. Abschließend muss ich sagen, ich hätte nie, nie geglaubt, dass mir so etwas widerfahren könnte. Der Abschied nach zwei Monaten fiel mir sehr schwer. Aber ich hatte noch soviel Rest Hirn mich zu erinnern, dass mein Studium auf mich wartete.

Resümee: Die Zeit in Juchitán hat mich verändert. Zu Hause angekommen habe ich fast immer nur noch Frauenwäsche getragen, zu Hause auch schon mal Damenoberbekleidung. Nur wenn ich mal wieder den Anlauf machte eine Frau kennen zu lernen, zog ich Männerwäsche an. Natürlich lernte ich eine Reihe von netten Frauen kennen, aber wie schon eingangs erwähnt, nach einem Outing war immer alles vorbei. Ich hatte mich schon damit abgefunden, dass das mit einer Partnerschaft wohl nichts mehr wird, als der Zufall zum zweiten Mal in meinem Leben Regie führte.

Ich trug unter meinen Männerklamotten immer Damenunterwäsche, mal unter einem Pulli, mal unter Hemden, sowohl karierte als auch weiße Hemden. Das war nicht ganz ungefährlich, bei weißen Hemden konnte man, wenn man genau hinschaute, die Unterwäsche erkennen. Diesen exhibitionistischen Kick gönnte ich mir manchmal. Dann der ‚kleine’ Gau. Als mittlerweile freiberuflicher Architekt trug ich nur zu offiziellen Geschäftsanlässen eine Krawatte. Ansonsten ließ ich den obersten Knopf des Hemdes offen –locker und luftig. An diesem Tag hatte ich Lust, besonders schöne Unterwäsche anzuziehen. Rosa Spitzen-BH, ein Seidenhemdchen mit Spagettiträgern, auch rosa, und natürlich Spitzenslip und Strumpfhose. Darüber ein weißes Hemd. Ich betrachtete mich vor dem Spiegel und fing an zu keuchen, nein, das geht nicht. Die Wäsche erkennt man aus 10 m Entfernung. Aber ich wollte nichts anderes anziehen und beschloss, eine leichte ärmellose Weste darüber zu ziehen. Dann fiel es nicht so auf.

Ich istanbul esc fuhr zu meinem Supermarkt um meine wöchentlichen Lebensmittel einzukaufen. Das Geschäft war ungewöhnlich leer. Auch an der Kasse war ich im Moment der Einzige. Die Kassiererin hatte somit auch Zeit und beim einscannen der Ware unterhielten wir uns ein bisschen. Dann grinste sie mich an, an ihrem Hemd sind zwei Knöpfe offen, und kicher, ich würde die schließen. Ich schaute an mir runter und bekam fast Schnappatmung. Ein Knopf war ja bewusst von mir geöffnet, aber es waren, warum auch immer, zwei weitere Knöpfe offen. Die Kassiererin sah ganz deutlich meine edle Unterwäsche, Hemdchen und BH. Bevor ich nun mit knallrotem Kopf irgendetwas sagen konnte, kicherte die Kassiererin weiter, so tolle Unterwäsche kann ich mir nicht leisten. Und dann das Unglaubliche: ich finde das toll und sie steht ihnen auch gut. Und dann noch ganz leise, ich würde gerne mehr sehen.

Ja gibt es denn so etwas? Ich suche seit Jahren eine verständnisvolle Frau und finde diese in meinem Supermarkt ‚um die Ecke’. Spontan sagte ich ihr, ich hole Sie nach Dienstschluss ab. Ich ergriff ihre Hand um per Handschlag zu besiegeln, dass das beidseitig gewollt ist. Wir schauten uns in die Augen und ich stellte fest, dass das nicht einfach eine anonyme Kassiererin ist, sondern eine junge recht attraktive Frau ist, so um die 35 Jahre. Ich dachte noch, passt eigentlich zu dir, du bist gerade 40 Jahre alt.

Ich holte sie dann nach Dienstschluss ab. Wir waren beide etwas verlegen und stellten uns erst mal gegenseitig vor: Michael Bergerund Lena Brama. Ich lud Lena direkt zum Essen bei einem Italiener ein. Aber sie sagte. Das geht nicht so ohne weiteres. Mein Sohn Andrea Maria wartet auf mich, und ich muss ihm das Abendessen zubereiten. Und ich erkläre Ihnen gleich die Namen. Ich war mit einem Italiener verheiratet, und beide Vornamenamen sind in Italien männlichen Ausdrucks. Hier in Deutschland führt das manchmal zu Missverständnissen. Ich war etwas verblüfft, fing mich aber sofort und sagte, den nehmen wir mit. Lena schaute mich mit großen Augen an, meinen sie das ernst? Ja warum nicht, wie alt ist denn das Kerlchen? 12 Jahre. Sie schwieg einen Moment. Also gut, fahren sie mich bitte nach Hause, dort werde ich mich ein wenig frisch machen und Andrea Maria die Einladung erklären. So gegen 18:30 Uhr können sie uns dann abholen.

Ich holte die beiden dann pünktlich ab. Lena stellte mir Andrea vor. Sein Erscheinungsbild war leicht mädchenhaft, u.a auch durch seine sehr langen Haare. Er wirkte auf mich zart und zerbrechlich, also kein Hausdrauf. Man konnte sagen, ein wirklich hübscher Junge. Andrea beäugte mich distanziert und zurückhaltend. Ich konnte das verstehen. Andrea lebte schon einige Jahre mit seiner Mutter allein und er hatte sicherlich Sorge, ich, der fremde Mann, könnte ihm seine Mutter ‚wegnehmen’ oder zumindest Unruhe in das wohl liebevolle Verhältnis zu seiner Mutter bringen. Ich beschloss diesbezüglich sehr vorsichtig zu sein.

Da ich mit den Beiden, die ja wohl finanziell eingeschränkt lebten, nicht gleich zu einem Nobelitaliener gehen wollte, außerdem finden Kinder dort selten etwas für ihren Geschmack, suchten wir eine gutbürgerliche gehobene Trattoria auf. So kam jeder zu seinem kulinarischen Recht. Im Laufe der zwei Stunden, die wir bei dem Italiener waren kümmerte ich mich –sehr unaufdringlich- um Andrea. Lena nahm dies erstaunt aber auch mit Freude zur Kenntnis. Kurz bevor wir den Abend beendeten machte ich ‚Nägel mit Köpfen’ und schlug vor uns zu Duzen. Lena lächelte, Andrea fragte verlegen, soll ich jetzt Michael zu dir sagen? Na klar sagte ich, wenn ich deine Mutter Lena nennen darf. Andrea hatte wohl Vertrauen gefunden und stimmte dem zu. Lena schaute mich etwas gedankenverloren an, ein bisschen unvorstellbar, heute Nachmittag habe ich dich im Supermarkt noch als ‚kleine Kassiererin’ bedient, und jetzt sind wir auf dem besten Wege Freunde zu werden. Ich legte Lena einen Finger auf die Lippen und sagte leise: und vielleicht mehr. Denn ich hatte die Beiden richtig lieb gewonnen.

Ich brachte die beiden nach Hause. Vor der Haustür verabschiedete ich mich zuerst von Andrea ‚normal’ und dann von Lena. Aber nur mit Küsschen link, Küsschen rechts. Dass dabei sich unsere Lippen streiften fiel Andrea nicht auf. Lena lächelte und bedankte sich für den schönen Abend und dafür, dass ich sie nicht gleich ‚bedrängt’ habe. Lena und ich verabredeten uns, später noch mal kurz zu telefonieren wenn Andrea im Bett sei.

Das taten wir auch und wir sprachen lange miteinander. Wir verabredeten dann das nächste Wochenende miteinander zu verbringen. Am Samstag, da ginge Andrea zu irgendeiner Sportveranstaltung. In der Zeit könnten escort güngören wir bei einem Kaffee bei ihr uns mal aussprechen, danach würden wir wieder die Trattoria aufsuchen. Und am Sonntag könnten wir gemeinsam einen Ausflug machen. Okay, so machen wir es.

Das Gespräch am Samstag führte uns in Richtung einer möglichen langfristigen Verbindung. Zuerst berichtet Lena aus ihrem Leben und ihrer jetzigen Situation. Lena war ein paar Jahre mit einem Italiener verheiratet, der anfangs sehr liebevoll war. Dann entwickelte er so langsam zu einem Macho bis hin zu einem aggressiven Kotzbrocken. Seit fünf Jahren lebte sie mit Andrea Maria allein. Ja, es habe danach schon mal einige Kontakte gegeben, aber die wollten alle nur ‚das Eine’. So nett, wie ich mit Andrea umgegangen sei, hätte sich keiner verhalten. Und dann schmunzelte sie etwas, als ich neulich dich in der Damenunterwäsche gesehen hatte, ich weiß nicht warum, aber es gefiel mir. Irgendwie habe ich instinktiv damit verbunden, dass du kein Arsch bist, sondern wohl eine feminine Seite hast. Und weiter breit grinsend, du kannst bei mir anziehen was du willst. Meinetwegen auch Strapse, oder kannst dir auch die Nägel lackieren, hihihi. Ja das mache mal mit dir. (Ich hatte leichte Schweißperlen auf der Stirn, ich musste mit meinem Rüssel kämpfen: leg di nieda). Aber erzähl mir bitte mal wie du zu diesem ungewöhnlichen ‚Hobby’ gekommen bist.

Ich berichtet Lena von meiner Mexiko-Reise. Weiterhin gab ich aber auch zu, es muss wohl immer in mir geschlummert sein. Dieser Drang, Damenbekleidung zu tragen wurde dort wohl nur ausgelöst. Und weiterhin: ich habe bisher keine Frau gefunden die dies toleriert. Aber, ich habe da noch eine Frage an dich Lena. Wieso bestreitest du euren Lebensunterhalt als Kassiererin? Nicht, dass ich etwas gegen Kassiererinnen habe, aber soweit mit bekannt, ist die Bezahlung nicht gerade berauschend.

Ja das stimmt, aber von irgendwas muss man ja leben. Ich bin von Beruf eigentlich technische Zeichnerin. Ich habe auch versucht, mich nach der Trennung von meinem Mann fortzubilden und habe Schulungen über die neuesten CAD-Systeme über das Arbeitsamt besucht. Aber da ich etwa 14 Jahre aus meinem alten Beruf raus bin, ist ein Einstieg sehr, sehr schwierig. Ich schwieg erst einmal, aber ich hatte da eine Idee.

Dann wandten wir uns dem Menschlichen zu. Wir küssten uns innig und liebevoll. Dabei entfaltete sich mein Rüssel freudig. Lena merkte das natürlich und sagte leise: ich möchte das auch, aber gleich wird Andrea zurückkommen. Freuen wir uns auf später.

Dann kam Andrea zurück. Er war ganz aufgekratzt. Er hatte wohl einen unterhaltsamen Nachmittag. Als er mich sah, bestürmte er mich gleich, d.h. er umklammerte mich sogar und fragte: gehen wir heute wieder zum Italiener. Na klar sagte ich, strich ihm über seine schönen langen Haare. Und machte ihm noch ein Kompliment dazu. Du hast wirklich schöne Haare, bitte schneide diese nicht ab. Nein sagte er, bestimmt nicht. Die Haare sind mein ganzer Stolz. Schau mal, ich kann mir damit sogar einen schönen Pferdeschwanz binden. Mutter Lena lächelte, vielleicht flechte ich dir mal einen schönen Zopf, mit einem kleinen Schleifchen dran. Andrea wurde eine bisschen rot. Ja vielleicht Mama.

Zeitsprung

Im Laufe der Zeit hatte ich Lena erzählt, dass ich selbständiger Architekt sei und meine Mitarbeiterin, eine technische Zeichnerin, in Schwangerschaftsurlaub gehen würde. Diese hatte auch fairerweise gleich gesagt, dass sie die ersten drei Jahre zu Hause bleiben wolle. Diese Stelle wurde nun frei. Ich bat Lena, ihre Job als Kassiererin zu kündigen und bei mir als CAD-Kraft wieder einzusteigen. Lena heulte etwas. Ich kann es nicht glauben. Da lerne ich einen Mann kennen und lieben und kann sogar wieder in meinen Beruf einsteigen. Ja es stimmt. Aus Zuneigung wurde Liebe. Lena und ich haben uns mit der Zeit lieben gelernt. Auch mit Andrea kam ich außergewöhnlich gut klar.

Dann sprach ich mit gespielt vorwurfsvoller Stimme: liebe Lena, lieber Andrea, Voraussetzung für alles ist — dass ihr zu mir zieht. Eure Wohnung könnt ihr ja noch für ein paar Wochen behalten, so als psychologischen Anker. Andrea freute sich sofort lautstark. Au ja, du hast ein so schönes Haus, da bekomme ich ein eigenes Zimmer, mit eigenem Fernseher und so. Lena schaute mich ergriffen an. Ihr wurde bewusst, dass sie dann als meine Frau(noch unverheiratet) dort leben sollte. Wollte sie das? Ja sie wollte und fiel mir küssend um den Hals. Andrea verfolgte staunend diesen Vorgang. Als wir endlich aufhörten uns zu küssen, sagte Andrea leise: ihr habt euch wohl sehr lieb. Aber ich muss auch sagen, ich freue michdarauf, denn dann sind wir wieder eine richtige Familie.

Michael

PS. Folge 2 – Die Entwicklung eines Knaben zum Mädchen

Urheberrecht und copyright by santorlm, 01.2014. Diese Geschichte darf ohne schriftliche Genehmigung durch santorlm in keiner Form, weder ganz noch teilweise außerhalb dieses Forums, weitergegeben werden.

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Nadja öffnete die Wohnungstür und nahm die vollkommene Dunkelheit in Flur und Wohnzimmer wahr. Sie schaltete das Flurlicht ein und hing ihren Mantel an der Garderobe auf. Ein Blick in das Wohnzimmer bestätigte ihr, dass sich dort im Dunkeln niemand aufhielt. Sie nahm an, dass Jasmin auf ihrem Zimmer war, und näherte sich dem Refugium ihrer Tochter, um sich zurückzumelden. Sie klopfte kurz an und drückte die Türklinke herunter.

In Jasmins Zimmer brannte das Licht an der Decke und sie entdeckte Jasmin auf ihrem Bett. Dann weiteten sich Nadjas Augen und sie nahm weitere Details der Szene wahr. Jasmin war unbekleidet und saß aufrecht auf dem Bett. Nadja konnte auf die blanken Brüste ihrer Tochter blicken, die im Gleichklang hin und her schwangen. Es waren feste, schöne Brüste, die sich im Rhythmus der Bewegungen ihres jungen Körpers bewegten. Unter Jasmin lag ein nackter Mann, auf dem ihre Tochter in Reiterposition Platz genommen hatte. Man brauchte nicht viel Fantasie, um zu erkennen, dass Jasmin in ein Liebesspiel vertieft war, das sie mit ihrem Partner ausgiebigst zu genießen schien. Sie hatte ihre Tochter noch nie beim Sex erwischt, nur wenige Male bei der Selbstbefriedigung. Klar, dass es Jasmin peinlich sein musste und Nadja ärgerte sich über sich selber, weil sie unangemeldet hereingeplatzt war. Jasmin öffnete die Augen und realisierte ihre Mutter, die weiterhin im Türrahmen stand und ihrer Tochter beim Vögeln zusah. Nadja erkannte den panischen Gesichtsausdruck ihrer Tochter und realisierte, dass sie den Sexpartner ihrer 18-jährigen Tochter sehr wohl kannte. Es handelte sich um Bernd, keinen Geringeren als ihren eigenen Lebenspartner.

Als Bernd seine Lebensgefährtin erblickte, schob er deren Tochter von sich herunter. Nadja beobachtete, wie sich Bernd aufrichtete und seine deutliche Erregung hinter Jasmins Kopfkissen zu verbergen versuchte. Jasmin hatte sich in eine Ecke ihres Betts verkrochen und schien vollkommen fertig zu sein. In Nadjas Kopf schwirrten tausend Fragen umher, die beantwortet werden wollten. Die wichtigste Frage war, warum ihr Lebensgefährte gerade ihre Tochter gebumst hatte. Sie hätte Bernd und Jasmin am liebsten angeschrien und aufgefordert, sich zu erklären, doch es schien ihr das Sinnvollste zu sein, zu gehen. Die notwendigen Erklärungen würden früher oder später gegeben werden.

Die betrogene Frau stellte fest, dass sie unter den gegebenen Umständen nicht mit Jasmin und Bernd reden konnte. Sie atmete tief ein und drehte sich um. Nachdem sie Jasmins Zimmer verlassen hatte, schloss sie die Zimmertür und begab sich in ihr Schlafzimmer. Dort angekommen setzte sie sich auf ihr Bett, in dem regelmäßig Bernd neben ihr lag und wilde Sachen mit ihr anstellte, und starrte gegen die Zimmerwand. Sie wollte weinen, doch es kamen keine Tränen. Stattdessen stieg eine ungeheure Wut in ihr hoch, die sie nach nirgendwohin ableiten konnte.

Nadja hatte nicht auf die Uhr gesehen und wusste nicht, wie viel Zeit vergangen war, als es an ihrer Zimmertür klopfte. Sie zögerte eine halbe Minute bevor sie ihre Tochter hereinbat. Jasmin sah aus wie ein geprügelter Hund und kam mit hängendem Kopf auf ihre Mutter zu. Da Nadja keinerlei Reaktion zeigte, setzte sich Jasmin zu ihrer Mutter auf das Bett und wartete darauf, dass sie von ihr Notiz nahm. Mittlerweile hatte sich Jasmin ein T-Shirt und ein Höschen angezogen. Der fremdgehende Lebensgefährte hatte das Weite gesucht.

Nach einer Weile fand Nadja die Kraft, ihre Tochter anzusehen. „Warum?”

Jasmin starrte auf die Matratze. Nach einer Weile gelang es ihr, Augenkontakt zu ihrer Mutter herzustellen. „Es tut mir so leid, Mama.”

Nadja reagierte nicht. Jasmin hatte sich an das Kopfende des Bettes begeben, während Nadja noch immer am Fußende saß und sich in Jasmins Richtung gedreht hatte. „Ich bin eher als erwartet nach Hause gekommen … Sonst hätte ich es gar nicht erfahren.”

Es war eine Feststellung, die Jasmin nicht entkräften konnte und wollte. Nadja fragte: „Wie lange schon?”

Jasmin wusste, worauf die Frage ihrer Mutter abzielte und sie antwortete leise „Ein paar Monate.”

Die Antwort war ein weiterer Schlag für Nadja. Mehrere Monate bedeuteten, dass dieses Versteckspiel hinter ihrem Rücken schon länger lief und dass die Szene von vorhin kein einmaliger Ausrutscher war. Sie hätte lieber gehört, dass es heute das erste Mal gewesen war, doch diese Illusion hatte Jasmin durch ihre ehrliche Antwort zerstört. „Wie ist es dazu gekommen?”

Jasmin traute sich nicht, längeren Augenkontakt zu ihrer Mutter herzustellen. „Es ist einfach passiert.”

In ruhigem Ton erwiderte Nadja „Nichts passiert einfach so … Es gibt für alles einen Grund.” „Ich weiß nicht, was ich dir sagen soll”, gestand Jasmin. „Ich weiß, dass ich Scheiße gebaut habe.”

Nadja betrachtete ihre Tochter eingehend. Sie schien sich sichtlich elendig zu fühlen. Sie hatte sogar Mitleid mit ihr, obwohl sie eindeutig die Geschädigte war. „Ging es von ihm aus?”

Jasmin musste bemerkt haben, adana escort dass ihre Mutter Bernd nicht namentlich erwähnt hatte. „Nein, es kam nicht nur von ihm. Wir wollten es beide.”

Nadja schüttelte den Kopf und fragte ruhig „Hast du dich niemals gefragt, was du mir damit antust?”

Jasmin begann zu weinen und schien sich der Schwere ihrer Schuld bewusst zu werden. „Du solltest es doch gar nicht erfahren.”

Nadja dachte an den letzten intimen Moment mit Bernd zurück. Es war zwei Tage zuvor gewesen und es hatte ihr großen Spaß bereitet, als er sie in diesem Bett beglückt hatte. Im Nachhinein zeigte sich, dass Bernd schon längere Zeit eine Affäre mit der Tochter seiner Partnerin führte und nichts hatte darauf hingedeutet. Bernd lebte nicht bei ihnen. Er hatte eine eigene Wohnung und übernachtete sporadisch bei Nadja. Mehrmals die Woche kam er vorbei oder Nadja traf ihn in seiner Wohnung.

Beide fanden die Situation mit den zwei Wohnungen optimal, zumal jeder seinen Freiraum hatte und weil Jasmin die gemeinsame Zeit mit ihrer Mutter nicht mit einem anderen teilen musste. Das war alles Makulatur und die Beziehungen, wie sie nach Nadjas Vorstellungen existierten, waren zerstört worden. Sie sah Jasmin an und erklärte „Offenbar genügte es Bernd nicht, nur mich zu besitzen. Aus irgendeinem Grund musste er auch dich haben und alleine das lässt mich ihn hassen. Aber warum war es ihm möglich gewesen dich ebenfalls zu bekommen?”

Jasmin sah ihre Mutter mit von Tränen geröteten Augen an. Sie sagte „Es ist nicht Bernds Schuld … Ich liebe ihn und …”

Jasmin sprang aus dem Bett und rannte aus dem Schlafzimmer. Nadja blieb zurück und ihr schallte der Begriff ‘Liebe’ in den Ohren. Gut zehn Minuten später klopfte Nadja an Jasmins Tür. Dieses Mal wartete sie ab, bis Jasmin sie hereinbat. Ihre Tochter saß auf ihrem Bett und sah verheult aus.

Nadja setzte sich zu ihr und legte ihren Arm um sie. Auch wenn sie selber Trost bitter nötig hatte, wollte sie sich um Jasmin kümmern. Sie umarmte sie mehrere Minuten schweigend und Jasmin suchte ihre Nähe. Nadja löste sich von ihrer Tochter und blickte sie fragend an. „Du hast gesagt, du liebst ihn … Bist du dir sicher?”

Jasmins antwortete nicht und nickte stumm. Dann bewegte sie den Kopf schnell rauf und runter, als Zeichen der Bestätigung. Sie sah ihre Mutter an und meinte: „Ich weiß, dass es nicht sein darf, denn er gehört dir. Ich habe auch lange Zeit versucht, meine Gefühle für Bernd zu ignorieren, doch ich konnte es nicht mehr.”

„Liebt Bernd dich auch?”, wollte Nadja wissen, obwohl sie große Angst vor der Antwort hatte.

„Ich hoffe es”, erwiderte Jasmin. „Ich weiß es aber nicht. Ich glaube aber, dass er dich sehr liebt.”

Nadja wollte dies kaum glauben. Wenn man jemanden liebte, schlief man nicht mit dessen Kind. In der nächsten halben Stunde erklärte Jasmin ihrer Mutter, wie sich die Beziehung zwischen Bernd und ihr entwickelt hatte. Es stellte sich heraus, dass Jasmin die Nähe zu Bernd gesucht hatte und Bernd für sie da gewesen war. Er hatte sich eher als Vaterfigur gezeigt und war bemüht gewesen, vertrauensvoll mit Jasmin umzugehen.

Irgendwann hatte Jasmin ihm ihre Liebe gestanden, was Bernd angeblich in arge Nöte gebracht hatte. Er wollte zunächst nichts davon wissen, denn er liebte Jasmins Mutter und konnte unmöglich ähnliche Gefühle für Jasmin empfinden. Bernd hatte Jasmin gebeten, über ihre Gefühle nachzudenken und sich ehrlich zu fragen, was sie für ihn empfand.

Als sie sich das nächste Mal begegnet waren, unterhielten sie sich über die entstandene Situation und es zeigte sich, dass Jasmins Gefühle unverändert waren. Sie liebte Bernd und begehrte ihn, obwohl er ihrer Mutter gehörte. Bernd hatte von Jasmin verlangt, es sich aus dem Kopf zu schlagen und hatte gedroht, mit Nadja über die Angelegenheit zu reden. Jasmin hatte verzweifelt darum gebettelt, dass Bernd es nicht tun würde und Bernd willigte ein. Jasmin hatte sich in nächster Zeit um ihn bemüht und irgendwann hatte Bernd nachgegeben.

Nadja nahm an, dass Bernd ihr anfangs treu ergeben gewesen war. Später hatte er nachgegeben und sich auf Jasmins Annäherungsversuche eingelassen. Dafür hasste sie ihn. Er hätte mit ihr über das Problem reden müssen, statt es für sich zu behalten und anschließend seine eigene Lösung umzusetzen. Nadja wusste, wie hartnäckig ihre Tochter sein konnte. Sie war es schon immer gewesen. Schon als Kind setzte sie alle Leute so lange unter Druck und ging ihnen auf die Nerven, bis sie ihren Willen bekam. Es war eigentlich nur eine Frage der Zeit, bis sie Bernd für sich gewinnen würde.

Wenn er Nadja lieben würde, hätte Bernd allen Bemühungen ihrer Tochter widerstanden. Nadja konnte und wollte ihrer Tochter nicht verzeihen. Dafür war an diesem Tag einfach zu viel passiert. Sie erklärte Jasmin, dass sie zunächst eine Nacht über alles schlafen musste und dass sie sich am nächsten Morgen erneut über ihr zukünftiges Zusammenleben unterhalten würden. adıyaman escort

Am folgenden Samstagmorgen blieben Mutter und Tochter zu Hause. Nadja suchte erneut das Gespräch mit Jasmin. Sie hatte eine Nacht über die schwierige Situation geschlafen und ihre große Wut auf Jasmin und Bernd war verraucht. Dennoch stand die Frage im Raum, wie es weitergehen konnte. Klar war, dass man nicht zur Tagesordnung übergehen konnte.

Jasmin entschuldigte sich nochmals für den gestrigen Abend und für die gesamte Situation im Allgemeinen. Nadja nahm ihre Entschuldigung an und erklärte ihrer Tochter, dass sie zunächst das Gespräch mit Bernd suchen würde und dass man sich danach nochmals zusammensetzen müsste.

Im Laufe des Vormittags hatte Nadja so viel Mut gesammelt, dass sie Bernds Nummer in das Telefon eintippen konnte. Bernd war zu Hause, da er nicht arbeiten musste. Er begrüßte Nadja freundlich, aber hörbar zurückhaltend. Er wusste, dass ein tiefer Graben zwischen ihm und Nadja entstanden war und dass Redebedarf bestand. Da Nadja sich nicht am Telefon mit ihm unterhalten wollte, verabredeten sie sich zu einem persönlichen Gespräch unter vier Augen.

Kurz vor Mittag suchte Nadja ihn auf und nachdem sie sich flüchtig begrüßt hatten, nahmen beide in seinem Wohnzimmer Platz. Passend zur Situation saß Nadja auf der Couch, während Bernd sich in einem Sessel niedergelassen hatte. Der deutliche Vertrauensbruch wurde nicht zuletzt durch ihre Sitzpositionen zum Ausdruck gebracht. Bernd entschuldigte sich zunächst generell, dass er etwas mit Jasmin angefangen hatte. Dann sprach er sein Bedauern aus, dass Nadja es auf diese brutale Art und Weise erfahren musste.

Nadja hörte ihm kommentarlos zu. Bernd war bemüht, seine Beweggründe zu erläutern. „Es war nicht geplant … Es mag sich jetzt vielleicht blöd anhören, aber du bist die Frau, der meine Liebe gehört. Auch wenn etwas mit Jasmin passiert ist, ändert das nichts an meinen Empfindungen für dich.”

Nadja sah ihn fragend an und setzte einen ungläubigen Gesichtsausdruck auf. Bernd fuhr fort. „Wir kennen uns schon so lange und ich habe mich in dich verliebt. Und Jasmin war immer ein wichtiger Bestandteil unserer Beziehung. Ich mochte sie von Anfang an und es war mir vollkommen klar, dass sie unsere Beziehung akzeptieren musste, damit es mit uns klappt. Und Jasmin hat es akzeptiert, denn sie war froh, dass du wieder einen Mann gefunden hast, mit dem du glücklich bist, oder zumindest einmal gewesen bist.”

Nadja versuchte nicht, Bernd zu korrigieren. Bernd blickte sie demütig an und sagte: „Natürlich habe ich mich auch mit Jasmin angefreundet und habe so etwas wie eine Stiefvaterrolle bei ihr übernommen. Sie hat sich mir anvertraut und mich voll akzeptiert. Doch irgendwie hat sich im Laufe der Zeit noch etwas darüber hinaus bei ihr entwickelt. Jasmin ist jung und unerfahren, und soweit ich weiß, hatte sie noch keinen festen Freund.”

„Hast du ihr die Unschuld genommen?”, wollte Nadja wissen. Bernd sah schrecklich aus, als er stumm nickte. Nadja meinte scherzhaft „Wenigstens hat sie es nicht mit einem Wildfremden gemacht.”

Bernd verstand, dass Nadja es nicht ernst gemeint hatte. „Im Nachhinein fühle ich mich schuldig, dass ich es gewesen bin. Ich habe irgendwann gemerkt, dass sie mich angehimmelt hat und ich habe mich ganz gut dabei gefühlt. Es hat mir geschmeichelt, dass Jasmin für mich geschwärmt hat. Welchem Mann hätte es nicht gut getan, dass eine junge Frau den älteren Kerl gut findet?”

„Du vergisst glaube ich, dass Jasmin noch gar nicht lange eine Frau ist”, sagte Nadja und spielte damit auf Jasmins junges Alter an. „Sie darf zwar Autofahren und Alkohol kaufen, aber was weiß sie denn mit ihren 18 Jahren schon vom Leben?”

„Natürlich bin ich mir dessen bewusst”, gestand Bernd. „Du musst mir auch glauben, dass ich es zwar gut fand, dass mich Jasmin angehimmelt hat, dass ich aber damals in keiner Minute daran gedacht habe, dass sich daraus etwas entwickeln würde.”

Nadja erwiderte nichts. Bernd sagte: „Ich habe es zugelassen, dass Jasmin mir nähergekommen ist … Vielleicht habe ich ihr ja auch einen falschen Eindruck vermittelt, indem ich sie mal in den Arm genommen oder sie angelächelt habe. Für mich war es eher eine liebevolle Geste, als sie sich an mich geschmiegt hat. Für Jasmin war vielleicht der Eindruck entstanden, dass ich an ihr interessiert bin.”

„Abgeneigt warst du ja offenbar nicht”, warf Nadja ein. Bernd sah sie schuldbewusst an und erwiderte: „Ich bin auch nur ein Mann und kein Heiliger. Ich bin nicht stolz darauf, aber deine Tochter hat mich halt rum gekriegt.”

Nadja sagte zunächst nichts. Dann fragte sie „Wie und wann ist es passiert?”

„Willst du das wirklich wissen?”, erkundigte sich Bernd bei ihr.

„Ich würde sonst nicht fragen”, erklärte Nadja knapp.

Bernd schüttelte den Kopf und sagte: „Ich weiß es gar nicht mehr so genau … Ich bin irgendwann abends bei euch vorbeigekommen und du warst afyon escort wohl bei einer Freundin. Ich habe mich dann mit Jasmin unterhalten und irgendwann hat sie sich an mich geschmiegt. Und als sie angefangen hat, mich zu streicheln, da habe ich nichts dagegen unternommen.”

„Hattet ihr an dem Abend schon Sex?”, wollte Nadja wissen.

„Nein, das nicht”, erklärte Bernd. „Aber ich habe Jasmin nicht erklärt, dass ich ihr Tun für falsch halte.”

„Wie weit bist du gegangen?”, fragte Nadja.

„Komm schon, Schatz”, sagte Bernd. „Das musst du doch nicht wissen.”

„Zunächst einmal bin ich mir nicht mehr sicher, ob du noch das Recht haben solltest, mich Schatz zu nennen”, sagte Nadja mit Überzeugung in der Stimme. „Außerdem musst du es schon mir überlassen, womit ich fertig werde.”

Bernd sah aus, als hätte ihn Nadjas Äußerung getroffen. Er zögerte kurz und sagte dann „Sie hat mir mein Ding aus der Hose geholt und mich bis zum Ende mit der Hand befriedigt.”

Nadja nickte stumm. „Und weil du ihr nicht gesagt hast, dass es falsch war und dass ihr ihre Mutter hintergehen würdet, nahm meine Tochter an, dass es in Ordnung wäre.”

„Mir ist bewusst, dass es ein großer Fehler war und ich das dir gegenüber niemals gut machen kann”, gab Bernd zu.

Nadja atmete tief ein und erwiderte: „Weißt du was …? Wenn du das Ganze nach diesem Abend beendet hättest oder dich mir anvertraut hättest, könnte ich dir verzeihen und wir könnten unsere Beziehung fortsetzen.”

„Hätte ich es dir etwa erzählen sollen?”, fragte Bernd aufgeregt. „Hallo Liebling, deine Tochter hat mir gestern einen runtergeholt?”

Nadja erwiderte nichts. Bernd schwieg zunächst ebenfalls und sagte dann „Ich hatte Angst davor, wie du reagieren würdest. Deshalb habe ich es für mich behalten. Und als Jasmin sich dann erneut an mich herangemacht hatte, habe ich nicht den Mut und den Willen aufgebracht, sie zurückzuweisen.”

„Spaß hat es dir aber auch gemacht, oder?”, fragte Nadja direkt. „Ist doch toll, wenn man von einem jungen Ding angemacht wird.”

„Ich würde lügen, wenn ich behaupten würde, dass es nicht so gewesen ist”, erklärte Bernd.

„Hast du dich eigentlich niemals gefragt, wie es mir dabei gehen würde, wenn es herauskommt?”, erkundigte sich Nadja.

„Die Frage stellte sich nicht, da du es nicht erfahren solltest.”

„Du hattest also vor, mit Mutter und Tochter deinen Spaß zu haben und alles wäre in Ordnung?”, wollte Nadja wissen.

„Ja, das hatte ich tatsächlich gehofft”, gestand er. „Mir war natürlich klar, dass es vielleicht irgendwann herauskommen könnte. Aber ich hatte gehofft, dass es lange nicht passieren würde.”

Nadja hörte Bernd zu und fragte: „Und jetzt …? Wie soll es jetzt weitergehen?”

„Glaube mir bitte, Nadja”, begann Bernd. „Im Nachhinein würde ich einiges dafür geben, dass diese Situation nicht eingetreten wäre. Aber es ist nun einmal geschehen. Ich liebe dich sehr und möchte dich nicht verlieren.”

„Und Jasmin?”, hinterfragte Nadja.

„Ich liebe sie ebenfalls”, gestand Bernd. „Ich möchte die Liebe zu dir und zu ihr nicht miteinander vergleichen, aber ich liebe euch beide. Es ist krank und unmöglich, aber es ist so.”

Nadja lachte auf und fragte: „Also leben wir drei jetzt glücklich bis an unser Lebensende zusammen und tun so, als ob es das Normalste der Welt wäre?”

Bernd antwortete nicht und Nadja erhob sich von der Couch. Sie ging wortlos aus dem Zimmer und Bernd versuchte nicht sie aufzuhalten. Als Nadja auf der Straße war, ließ sie ihren Tränen freien Lauf.

Als sie später mit Jasmin zusammentraf, erkundigte sich ihre Tochter nach dem Treffen der beiden. Nadja wich zunächst aus, wollte ihrer Tochter dann aber Rede und Antwort stehen. Sie wiederholte Bernds Worte und schloss mit der Bemerkung, dass Bernd angeblich sie und Jasmin lieben würde.

Jasmin ließ dies auf sich wirken und fragte: „Liebst du Bernd noch?”

Nadja lachte und sagte: „Kann ich es noch …? Ich weiß es nicht.”

„Liebst du mich denn noch immer?”, wollte Jasmin wissen und sah so aus, als ob sie mit der schlimmsten möglichen Antwort rechnen würde. Nadja näherte sich ihrer Tochter und umarmte sie. „Ich werde dich immer lieben, meine Kleine. Daran kann nichts ändern. Auch nicht, dass du einen Fehler gemacht hast.”

Jasmin löste sich von ihrer Mutter und sagte: „Ich habe keinen Fehler gemacht.”

Nadja sah sie irritiert an und fragte: „Wie meinst du das?”

„Es war kein Fehler, dass ich Bernds Nähe gesucht habe”, erklärte Jasmin. „Ich liebe ihn und ich will ihn auf keinen Fall verlieren. Er ist ein toller Mann, weswegen du ja auch in ihn verliebt bist. Mir ist klar, dass ich ihn dir nicht hätte wegnehmen dürfen, aber ich kann doch nicht gegen meine Gefühle entscheiden.”

„Erwartest du jetzt, dass ich für dich zurücktrete?”, fragte Nadja erbost.

„Ich weiß es doch nicht”, gab Jasmin zu. „Wenn du ihn nicht mehr lieben würdest, könnte ich es doch trotzdem tun.”

Nadjas Augen fixierten ihre Tochter und ihre Gesichtszüge strahlten alles andere als Herzlichkeit aus. „Glaubst du denn, dass ich meinen Freund verlasse, damit du ihn dir schnappen kannst? Vielleicht soll er weiterhin bei uns ein und aus gehen, damit ihr es miteinander treiben könnt?”

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